Tom

Servus, Grias di und Hallo.

Ich bin der Tom. Mittlerweile 22 Jahre alt, seit 2015 Triathlet und in der kurzen Zeit schon Roth Finisher. In den folgenden Absätzen will ich mich kurz vorstellen, Stärken und Schwächen aufzeigen und meine Begeisterung für den Sport teilen.

Zu mir. Ich bin Student, arbeite nebenher um meinen Hobby Triathlon zu finanzieren (und auch ein Dach über dem Kopf zu haben) und habe sonst keine Freizeit mehr (Meistens.). Nach einem kurzen Trip nach Ingolstadt für ein paar Jahre lebe ich nun wieder in Augsburg. Hier bin ich im Verein und die Stadt mit den Menschen und vor allem meinen Freunden fühlt sich als mein Zuhause an. Es fehlen ein paar anspruchsvoll Hügel im Umland, aber dafür haben wir schöne flache Drücker Strecken. Die gefallen mir persönlich eh lieber ¯\_(ツ)_/¯. Wenn die Landschaft mit über 40 Sachen vorbei fliegt und der Fahrtwind durch den Helm noch die Haare aufwirbelt. Dann fühle ich mich zuhause in Augsburg. Aber hier soll es ja weniger um Heimatliebe gehen. Eher um Sport, langen, qualvollen, monotonen Ausdauersport (Hinweiß: Darf ironisch interpretiert werden).

Das mit dem Ausdauersport hat bei mir 2014 im Herbst angefangen. Ein Freund hatte mich dafür begeistert an Silvester in Gersthofen an der Startlinie zu stehen. Damals habe ich ein wenig Fußball gespielt, ein paar mal die Woche war ich Laufen und richtig vorbereitet auf das Rennen war ich nicht. Mein Papa hat mich an dem verschneiten Tag nach Gersthofen begleitet und ein paar schöne Schnappschüsse gemacht. Einen der spannenden Knipser ist hier neben diesem Absatz. Er hat vom Start an bis zu meinem Zieleinlauf 44:39 angefeuert und den anderen Startern zugesehen. Vier Minuten und knapp unter 30 Sekunden war für meinen ersten Wettkampf eine wirklich beachtliche Zeit. Mega zufrieden und ein wenig stolz hatte mich das Feuer fürs Laufen gepackt. 10km und 21km Strassenlauf in Augsburg, sowie der Sport Scheck Halbmarathon waren 2015 fällig. So bin ich zum Laufen gekommen.

Laufen schön und gut. Aber eine Sportart, was ist das schon. Also bin ich auf Youtube gewesen und habe per Zufall in den “Vorschlägen” auf der rechten Seite ein kleines Video entdeckt. Um welchen Clip es sich dabei gehandelt hat könnt ihr HIER herausfinden. Nach einer Stunde gebanntem Blick auf diese beeindruckenden Bilder kam es dazu. DAS WILL ICH AUCH. ICH WILL, ICH WILL, ICH WILL. Gedacht, gewollt, getan. Motiviert bis unter die Decke habe ich das Material zusammen gesucht. Triathlon Hose bestellt, Rad Trikot gabs erst beim ersten Rennen, ein Rennrad auf Ebay Kleinanzeigen ergattert (105er Gruppe, 3×11, Alu Bauweiße, etwas Aero), Held beim lokalen Material-Schlacht-Anbieter mitgenommen. Herausgekommen ist das Setup für den Triathlon Ingolstadt. Eigentlich wäre ich erst eine Woche später zu meinem ersten Rennen gekommen, aber spontan hatte ein Freund gefragt, ob ich nicht beim Ingolstadt Triathlon starten möchte. An seiner Stelle ging es also in den Baggersee, auf die Strassen bei Horst Seehofer zuhause vorbei und wieder zum Laufen an den See. Unglaublich. Es war so ein spitzen Tag und die Motivation für diesen Sport war geboren.

Seit Ingolstadt, seit 2 Flaschen für 40 km Radfahren, seit Radtrikot und Alu Rahmen hat sich einiges getan. Motiviert auf das Lange aus dem Hawaii Video von oben stand 2017 Roth groß in meinem Zimmer. 2015 und 2016 war ich als Zuschauer in Roth am Start. 2015 nur etwas kurz, weil ich am Montag nach Roth eine Prüfung in der Uni hatte. 2016 war ich bis am nächsten Tag 10.36.20 in Roth. Warum bis am Montag danach ? Natürlich nur um in der Früh gegen 5.50 aus dem Schlaf zu schrecken, vom Kanal in die Stadt zu fahren und mich in diese bekannte Schlange im Rother Triathlonpark zu stellen. Ein paar Stunden später, ein paar Meter weiter und ein paar Euro leichter war die Bestätigung da. 365 Tage bis zu einem der geilsten Tage in meinem Leben. ROTH 2017.

Das war in 2016. Angemeldet für eine Langdistanz, obwohl ich weder einen Marathon gelaufen bin, eine Mitteldistanz gemacht habe, noch wusste was an Training auf mich zukommen würde. Also musste noch einiges aufgeholt werden. Mitteldistanz 2016 – Check. Marathon 2016 – Check.
Am Walchsee im September 2016 war meine erste Mitteldistanz fällig. Ein paar Höhenmeter auf der Radstrecke und eine für mich damals etwas monotone Laufstrecke brachten mich zu 4 Stunden 46 Minuten. Ich war zufrieden, verdammt K.O. und heiß bis in die Haarspitzen auf das was kommt. Ein paar Wochen später stand ich in Ulm beim Einstein Marathon am Start. 42,2 Kilometer in und um eine schöne Stadt. War ich bereit für einen Marathon ? Nein. Hatte ich einen Run über 30 km vor dem Marathon ? Nein. Wusste ich, wie weh das dann tut ? Nein. Lief Wonderwall auf den ersten 10 km ? JA. Hat mich das extrem motiviert um in unter 3 Stunden 30 zu finishen ? Ja.
2016 also alles einmal gemacht, was es so als Vorbereitung auf eine Langdistanz gibt. Demnach war alles geregelt und geritzt für Roth. Oder ?

Kein oder. Kein aber. Kein ZURÜCK.
Es war alles geregelt. Los ging die Vorbereitung auf mein bisher größtes Rennen mit, ihr ahnt es, Gersthofen, Augsburg, Ingolstadt. In Gersthofen konnte ich mit 35.15 auf 10km meine Bestleistung aufstellen. Genialer Auftakt. Danach direkt einen Halbmarathon im April in unter 1.19 hinterher gelegt, bevor ich in Ingolstadt mit neuem Material fast 30 Minuten schneller war. Lag bestimmt nur am Material an diesem Tag (mit kleinem Augenzwinkern). Bei einem so großen Event wie Ingolstadt auf Platz Vier auf der Olympischen Distanz zu landen hatte ich mir selbst im Training nicht vorgestellt. Mit meinem guten Radtrainingspartner Fabi (danke für die genialen Ausfahrten) hatte ich noch über eine 2 Stunden 10 gesprochen. Deshalb hat er meinen Zieleinlauf auch um ein paar Sekunden verpasst. Am Ende waren es in Ingolstadt 1.58 für meine erst 5 Olympische Distanz. Bis Roth sind dann noch 2 weitere Rennen gewesen. Ein Finaler Test in Lauingen auf die Mitteldistanz und ein Abschluss in Königsbrunn.

Dann ist der Tag gekommen. ROTH. 9 Stunden 21 Minuten 35 Sekunden. Viel mehr zu diesem genialen Tag findet ihr hier auf dem Blog. Unglaublich.

So bin ich zu jeder Distanz gekommen. Schwäbischen Vize Meister, Deutscher Altersklassen Vizemeister, Altersklassen-Sieger in Roth, sogar schon zwei Rennen gesamt gewonnen. Daher komme ich. Und wohin geht es ab jetzt. Mit Coach, Familie und allen Supportern geht es auf Geschwindigkeit, Spaß, Höher, Weiter und schneller.
Ziele für die Zukunft sind ein schneller Marathon, eine noch schnellere Langdistanz (in irgendeiner Zukunft zumindest), mit meinen Freunden Sport zu machen und vor allem mit Gesundheit und Spaß Triathlon zu machen.
Ich freue mich auf die vielen Einheiten bis zum großen Traum aus dem Youtube Video. Bestimmt werde ich einmal auf diese Insel fliegen, dieses Rennen sehen und hoffentlich (*drei mal auf Holz klopfen*) mit den Profis auf demselben Kurs sein.
Mit einem Zitat möchte ich meinen kleinen Erlebnisbericht “Tom und der Triathlon” abschließen:

“Motivations gets you going. Discipline keeps you growing.”
– John C. Maxwell –