24
Jul

Road after Roth – Schongau Triathlon

Sonntag morgen. Müdigkeit steht mir ins Gesicht geschrieben. Mein Papa hat mich schon lange nicht mehr vor einem Rennen so zerknautscht gesehen. Behauptet er zumindest..

Zum Glück hatte ich bereits alles am Samstag zusammen gepackt und raus gestellt. Ansonsten wäre das wirklich einer der Tage an denen man etwas vergisst. Tatsächlich habe ich den ganzen Tag über alles immer dabei gehabt. Ausnahme Tage bestätigen die Regel, deshalb bin ich für mehr Ausnahmetage. Die Rennvorbereitung lief somit super und die Sachen waren alle bereit um #EinenRaus(zu)Hauen. Mittlerweile das Lieblingszitat und der Motivationsspruch von meinem Pa vor jeder Trainingseinheit, jeder Regenerations-Minute und jedem Wettkampf.

Tatsächlich habe ich sogar einen rausgehauen. Nachdem es um 6 in Augsburg los ging und der Andreas in der Stadt eingepackt wurde, sind wir schnell die B17 runter bis zum Parkplatz am Schwimmstart. Eingeparkt neben all den Regionalliga-Startern, welche geschlossen schon dort waren. Für die Startnummern durften wir erstmal einige Höhenmeter in die Stadtmitte machen. Hügel hoch, Startnummern geholt (inklusive Kühltasche, Weizenglas, Weizen und Kühl-Pack – kann ich bereits vorwegnehmen: mega organisierter Wettkampf, aus meiner Sicht), Laufsachen in die Wechselzone 2 gebracht und die Höhenmeter wieder runter zum Lech. In der Hoffnung, dass es trocken bleibt hab ich kein Handtuch über meine Laufschuhe gelegt. Und es blieb trocken, den ganzen Tag lang.

Am Lech-Parkplatz haben Andreas und ich uns umgezogen, die notwendigen Gänge zum Klo gemacht und dann die Räder eingecheckt. Perfekt in der Zeit, 10 vor 9 standen wir oben auf der Brücke am Schwimmstart und haben das Spektakel um die Ligastarter verfolgt. Die durften heute 1500m im – mancher Autor würde hier nun ar***-Kalten schreiben, aber ich belasse es bei – frischen Lech schwimmen. Neid ? Sicher nicht von unserer Seite. Die schnellsten waren nach Handgestoppten 18 Minuten aus dem Wasser. Bombe.

Um Viertel vor 10 gab´s an der Wechselzone 1 für die Sprinter eine kurze, gute Wettkampfbesprechung. Gerade rechtzeitig fertig um den Startern auf der Olympischen Distanz zuzuschauen (wiederum Respekt vor dem längeren Kälte Fight). Wie kalt das Wasser dann wirklich war fanden wir bald nach den Startern auf der Olympischen heraus.

Fast Swim – Cool Water

Ins Wasser sind wir um 10.15 Uhr gesprungen. Etwas früher als Normal im Programm, aber im Lech musste man g´scheid warm werden. 17.9 Grad, welche sich wie 7.9 Grad angefühlt haben. Vor zur Startlinie geschwommen und Punkt 10.30.01 ging es los. Knapp 100 Meter bis zur Wendeboje und dann 400m gerade aus zum Schwimmausstieg. Andreas kam bei den schnellen Schwimmzeiten auf Platz 24 aus dem Wasser mit vielen anderen aus dem Wasser. Aufholjagd hatte dann direkt begonnen. Ich sprang hinter einem Teamkollegen und einem Bekannten aus München auf Platz 3 aus dem Wasser. Flink gewechselt und auf Platz 2 auf die Radstrecke.

Am ersten Anstieg, steil, „stehenbleiben und du fährst nie wieder weiter“-Style, war ich erst in einem Schuh drinnen. Somit durfte ich ein Schuh an und mit dem anderen Fuß auf dem Schuh den Hügel hoch. Ging verhältnismäßig gut. Danach schnell in den zweiten Schuh rein, da es mit dem gepflasterten zweiten Anstieg direkt weiter ging. Mittlerweile waren wir eine kleine Dreiergruppe am Kopf des Feldes. Links – Links – Rechts – Lang Rechts – Lang Links und die Hauptstrasse lag vor uns mit dem dritten Anstieg des Tages. Zu dem Zeitpunkt hatte ich die Führung vor dem letztendlichen Platz Zwei und dahinter auch direkt dem Gesamt Dritten. So ging das die 20km auf dem Fahrrad. Wie ein Diesel hab ich versucht auf den flachen Stücken und vor allem nach den Kurven gut Druck zu geben. Belohnt habe ich mich mit der schnellsten Radzeit des Tages.

Andreas – 2 Leute beim Radfahren überholt. Aber danach wurde er stark. In Roth schon einen Bomben zweiten Wechsel hingelegt, ging das in Schongau genau so. Rad weg, Schuhe an und ab auf die Laufstrecke. Dort blüht er derzeit immer mehr auf: 10. beste Laufzeit gesamt und damit noch 10 Leute bis ins Ziel überholt. In der Wertung der Männer wurde er damit Gesamt elfter. Super Leistung, nur leider hat er bei einem Überholvorgang etwas zu eng überholt und mit der Schulter ein Schild mitgenommen. „Das Einzige Schild auf Schulterhöhe“. Das hielt ihn aber nicht davon ab weiter ins Ziel zu sprinten. Erst danach wurde die Schulter inspiziert. Bereits bei der Siegerehrung konnte er wieder drüber lachen.

Ich selbst bin heute schon sehr stolz, dass es auf dem Rad so super geklappt hat. Außerdem freut sich mein Papa so sehr darüber, dass es ganze 10 Minuten darüber geschwärmt hat, dass ich als erster auf der Sprint Distanz ein Führungsfahrrad hatte. Papa ist Stolz, Mama ist immer Stolz und ich .. Das ist schon ein super gefühlt begleitet zu werden. Sehr cool. Das Laufen lief besser als letzte Woche in Grassau. Die Beine waren schneller da, die Laufstrecke war angenehm, leicht wellig, aber schnell. Es ging Richtig schnell: „Platz 4: Laufzeit von 17.05“ – „Tom: Laufzeit von 18.17“. Bis nächstes Jahr geht da noch was. „Trotzdem reichte“ (bitte in Relation setzen, wie immer 😉 ) der Vorsprung auf dem Rad gut. Am ersten Wendepunkt auf der Laufstrecke hab ich kurz auf die Uhr geschaut: Bis ich am zweiten Platz wieder vorbei gekommen bin: 55 Sekunden oder so. Ganz genau weiß ich das im Rennen immer nie. Aber das fühlte sich gut an.

Auf geht´s zum Laufen

Richtig gut fühlte es sich dann im Ziel an. Siegerpose wie in Ingolstadt. Zwei Geile Rennen, dieselbe Pose im Zielbogen, das geniale Gefühl seine vorgenommenen Zeiten erreicht zu haben. Ich freu mich sehr. Vielen Dank an meinen Papa für die taktischen Besprechungen vor dem Rennen. Diese laufen immer gleich ab: Welche Zeiten willst du heute schaffen. Die anderen sind egal, es zählt deine Zeit. Wenn du einen Platten hast, dann ziehst du das einfach von deiner Zeit am Ende ab. Danke für den Support und die super Bilder.

Endergebnis:

4 Augsburger in den Top 11. 3 Podiumsplätze in den Altersklassen und eine neue Tasche für meine Laufräder. Danke an das Team vom Schongau Triathlon für das Super Rennen und die Top Organisation. Für nächstes Jahr könntet ihr noch ein paar Wasserkocher

an den Schwimmstart stellen und vorher das Wasser etwas wärmer machen 😉

Mehr Bilder vom Rennen gibt´s bei uns auf Instagram: run2aux

Viele Grüße, #WerTrainiertHatsNötig

Tom

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