28
Jun

Königsbrunn mit Andreas und Tom

Triathlon in Königsbrunn – Eine Erlebniserzählung aus zwei Blickwinkeln

Andreas und ich waren am Sonntag beim Triathlon in Königsbrunn am Start. Für uns Augsburger und unseren Verein ein wahres Heimspiel. Mit circa 30 Startern gesamt auf den verschiedenen Distanzen hatten wir das größte Team am Start. Super Atmosphäre, Super Stimmung, Viele Bekannte Gesichter auf und um die Strecke. Immer wieder ein Lautes „auf Gehts Andreas“ oder „Schneller Tom“.

 

Die Rennvorbereitung:

Tom: Die Vorbereitung ging mit einer verplanten Radfahrt am Freitagnachmittag los. 2 Jungs aus dem Team und ich standen mit den Rädern am Ilsesee um die Radstrecke zu testen. Ich war mir selbst sehr sicher, dass ich die Strecke auf meiner Garmin hatte. Christoph auch. Hatten wir aber nicht. Also erstmal nach Gefühl und Erinnerung losgefahren und direkt 2 mal falsch abgebogen. Tja. Dann haben wir doch Onkel Google gefragt und die Strecke gefunden. Etwas mehr Kilometer als geplant sind es dann geworden. Aber wir haben die Strecke noch gefunden. Am Samstag habe ich dann meine Startnummer (#77) und die Startunterlagen im Stadion abgeholt. Noch eine kleine Vorbelastungs-Radrunde und dann wieder nach Hause.

Andreas: Für mich lief die Vorbereitung fast wie immer. Freitag nochmal 45 Minuten locker schwimmen. Da das Wetter schön war ging es nicht ins Bad sondern an den Kuhsee, wo es dann auch zum gemütlichen Teil des Abends mit Grillen überging. Am Samstag stand dann noch eine Stunde Rad und 15 Minuten Laufen mit drei Steigerungen als Vorbelastung auf dem Programm. Da es für mich mittlerweile schon der fünfte Start beim Königsbrunner Triathlon war, verzichtete ich auch auf die Streckenbesichtigung mit den Jungs.

 

Der Renntag:

Tom: Gut geschlafen, Sachen gepackt, gut gefrühstückt. Etwas schwere Beine, super Gefühl im ganzen Körper. Mit Mama Taxi ging es um 7.30 zuhause los Richtung Königsbrunn. Die Laufschuhe ins Stadion gestellt. Kurzer Blick nach oben: Jo. Sieht nach Regen aus. Deshalb kurz zum Auto und ein Handtuch geholt und über die Schuhe gelegt. Sollte sich auszahlen, weil es die erste ganze Stunde des Rennens durch geregnet bzw geschüttet hat. In Wechselzone 2 dann das Rad abgestellt, einen leeren ersten Wechselbeutel für die Schwimmbrille und Badekappe bereitgelegt. Schwimmen war ohne Neo. Der Ilsesee war doch frisch, aber wärmer als vor 2 Wochen. Vor 2 Wochen konnte ich nach 20 Minuten ohne Neo nicht mehr, weil mir zu kalt gewesen ist.

Andreas: Im Stadion angekommen, wurden die Schuhe am Wechselplatz abgestellt. Ziemlich schnell kam dann auch schon die Info, dass das Schwimmen ohne Neo stattfinden wird (war aufgrund der Temperaturen unter der Woche auch zu erwarten). Vor ein paar Jahren wäre dies für mich noch eine Hiobsbotschaft gewesen, mittlerweile denke ich mir aber „egal, es geht auch ohne ganz gut und man ist beim Wechsel auch schneller“! Danach ging es zur Wechselzone zwei am Ilsesee zum Rad einchecken. Danach noch etwas ratschen, einschwimmen und schon ging es auch los.

 

Das Schwimmen:

Tom: Startschuss war bei 2. Auf ins Wasser. Um mich herum standen einige Augsburger Athleten. Direkt vor mir war der Roman Deisenhofer. Aber auch nur kurz, weil er dann auf und davon geschwommen ist. Gefühlt hatte er an der ersten Boje schon 20 Sekunden Vorsprung auf den den Rest des Feldes. Bei mir war der Start eher verhalten: 30/40 Meter geschwommen und der erste Schlag auf meine Birne. Einmal ist Keinmal. Zweiter Schlag. Okay. Dritter Schlag. Komisch, dass die Schläge immer vom/von der selben Athleten/in kommen. Dann dachte ich mir: „Ein Schlag noch und ich ziehe mit meinem linken Arm auch etwas kräftiger“. 4. Schlag. Kurz den Kopf aus dem Wasser, linker Arm kräftig gezogen und die Schläge haben aufgehört. Danach ging es ab nach vorne. Ich konnte vor der ersten Boje noch auf Platz 2 schwimmen und die Position bis kurz vor dem Ausstieg halten. Erst dort hat mich einer der besten Schwimmer vom Triathlon Augsburg eingeholt gehabt. Ist wohl einen größeren Umweg um die erste Boje geschwommen.

Andreas: Dieses Jahr habe ich mich mal etwas weiter links im Startbereich eingereiht, wodurch man direkter Richtung erster Boje schwimmen konnte. Auch das übliche Gerangel auf den ersten Metern war von dieser Position aus wesentlich weniger und somit konnte ich mein Tempo auf der ersten Runde relativ gut durchschwimmen. Nach den kurzen Landgang ging es wieder ins Wasser, wo ich auch sofort wieder meinen Rhythmus hatte und auf der zweiten Runde sogar noch etwas zulegen konnte.

 

Der Teil mit der Kette Rechts:

Tom: Regen, Regen, Regen, Regen. An mein letztes Regenrennen hatte ich nicht die besten Erinnerungen, da ich dort nach 10km auf der Hüfte gelandet bin. Dafür lief es heute deutlich besser. Die Kurven langsamer angefahren und die Geraden dafür härter durchgedrückt. Auf einigen Teilen der Strecke war ein richtiger Schmierfilm auf der Strecke. Unangenehm zu fahren. Auch etwas ärgerlich, dass die Strecke nur teilweise für den Verkehr gesperrt war. So musste ich doch auf den Verkehr achten und konnte nicht Harakiri – Kopf Runter – fahren. Beim ersten Anstieg vor Reinhartshofen habe ich die Verfolger auf Platz 3 und 4 am Fuß des Anstiegs gesehen. Das war auch das letzte mal, dass ich sie gesehen habe. Der Rest des Radfahrens war ziemlich einsam. Selbst der Fight mit dem besten Radler aus dem Verein blieb leider aus.

Andreas: Bei besten „Allgäu-Triathlon-Wetter“ ging es auch für mich bei heftigen Regen auf die Radstrecke. Da es mir auf den ersten Metern durchaus etwas kühl war, habe ich gleich mal ordentlich Gas gegeben und vier bis fünf Leute vor mir überholt. Auch ich bin die Kurven langsamer angefahren als normal und freute mich dabei schon auf den hügeligen Teil der Strecke, wo ich zumindest bergauf meine Stärken ausspielen konnte. Etwas ärgerlich war, dass mich beim letzten Kreisverkehr vorm Stadion zwei Autos etwas ausbremsten, aber im Großen und Ganzen war ich mit meiner Radleistung bei diesen Bedingungen durchaus zufrieden.

 

Die Laufstrecke AKA das fehlende Absperrband:

Tom: Flashback zum Schwimmen – 3 Schwimmzeit gesamt – und Radfahren – 3 Radzeit (bei der Zeitmessung muss etwas schief gegangen sein) – gesamt. Beim Laufen: 42. Gesamtzeit von allen Athleten, obwohl der Schnitt auch für die 3. Laufzeit gepasst hätte. Leider kannte ich die Laufstrecke nicht und die Streckenposten waren etwas dünn verteilt. Somit passierte der Worst Case. An einer Abzweigung war kein Streckenposten, kein Absperrband, kein Schild. Somit für mich die Entscheidung: Gradaus oder nach Links. Ich Entschied mich für Gerade. Das war der Fehler. Nach 900 Metern kam ich an eine Strasse und merkte, dass niemand mir folgt. Den Weg ging es dann zurück. Knapp 7 Minuten verloren. Den 2. Platz gesamt verloren. Wieder auf die Laufstrecke und dann die erste Runde ziemlich frustriert fertig gelaufen. Die 2. Runde habe ich dann etwas lockerer durchgezogen. Wurde dann 11. mit etwas mehr als 6 Minuten Rückstand auf Platz 2. Die 6. Minuten, welche mich die eine Abzweigung gekostet hat. Waren einige Unglückliche Entscheidungen, welche dazu geführt haben. Aber das passiert nur einmal und danach ist es wieder gut und die nächsten Renne laufen wieder Bombe.

Andreas: Nach einen schnellen Wechsel ging es für mich zu meiner Paradedisziplin. Die erste Runde bin ich noch etwas vorsichtig angegangen, aber spätestens bei der Runde im Stadion merkte ich das heute was geht. Somit habe ich auf der zweiten Runde nochmal ordentlich Gas gegeben und lief letztendlich mit der 19. Laufzeit ins Ziel ein. Dies bedeutete eine Pace von 4:05 min/km, welche ich letztes Jahr noch nicht mal bei einen reinen 10 km Lauf laufen konnte.

 

Afterrace:

Tom: Sauer und Angefressen bin ich ins Ziel gekommen. 9 Plätze unterschied sind schon richtig madig. Die Fragen dann erstmal was passiert sei. Kurz erklärt, Zuspruch erhalten. Kann ich mir aber nix von Kaufen. Ich bin dann zum Organisator und habe dem „Mangel an der Strecke“ angesprochen. Der Kampfrichter und der Chef der Streckenposten hat dann bestätigt, dass kein Band dort gewesen ist. Als kleine Entschädigung habe ich ne Kiste Bananen, Orangen, Äpfel und drei Dosen ISO-Pulver bekommen. Natürlich macht das die Ergebnisliste nicht wieder ganz, aber wenigstens etwas. Summa Summarum: Bin sehr zufrieden mit meinem Schwimmen (Strava Swim), bin noch zufriedener mit meinem Radsplit (Strava Bike) und die Run Pace hat auch super gepasst  (Strava Run). Der letzte Test vor Roth hat super geklappt. Arme und Beine sind da. Kopf ist auch fokussiert und die Motivation ist für Roth nur noch mehr da. ps. Die Schwimm und Radstrecke in Roth kenne ich schon. Die Laufstrecke schaue ich mir auf jeden Fall noch an 🙂

Andreas: Mit dem Wettkampf in Königsbrunn war ich sehr zufrieden. Die Form scheint zu passen, dass Material stimmt und die Vorfreude auf Roth ist schon riesig! Jetzt geht es ans tapern bevor ich mich am Freitag in einer Woche auf den Weg nach Roth mache! Im Gegensatz zu Tom werde ich dort etwas länger unterwegs sein, aber wie heißt es so schön: „See You at the Finish Line“

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