19
Jun

Platz 4 war gestern – Lauingen Mitteldistanz

Augsburger Firmenlauf: 4. Platz

Triathlon Ingolstadt: 4. Platz

Endlich: In Lauingen war von Platz 1 bis 3 alles dabei.

3. Platz gesamt, 2. Platz Schwäbische Meisterschaft, 1. Platz Altersklasse.

Und das auf meine zweite Mitteldistanz seit ich Triathlon mache. Nun ein kleiner, feiner Racebericht:

Samstag habe ich den schnellen Mädels und Jungs aus der Regionalliga zugeschaut. Da können alle schwimmen, radeln und laufen. War beeindruckend zu sehen, wie der Swim and Run sowie der Bike and Run waren. Super Rennen mit echt starken Teams. Neben dem Zuschauen habe ich meine Startunterlagen für Sonntag abgeholt. Startnummer 401. Niedrigste Startnummer auf der Mitteldistanz, wahrscheinlich weil ich mich direkt, als die Anmeldung auf war, angemeldet habe. Also ich war schon im Herbst heiß auf Lauingen. Letzter und erster längerer „Test“ vor Roth.

Sonntag morgen. 5 Uhr aus dem Bett gefallen. Kleines Frühstück und dann mit dem geladenen Auto nach Lauingen. Angefangen habe ich mit Wechselzone 2 in der Stadt. Seit meinem ersten Start 2015 hat sich hier etwas getan. Lang ist die Wechselzone immer noch, aber früher gab es keine Körbe. Dieses Jahr gab es für jede Startnummer einen Korb. Laufschuhe, Socken, Gel, Stirnband in das Körbchen gelegt. Socken kurz aufgedehnt, um später schneller rein zu kommen. Danach ging es nochmal zum Auto. Fahrrad raus, Vorderrad wieder eingespannt und ab in die erste Wechselzone.

 

Wechselzone 1 war ein Interessanter Anblick. Sand unter den Stangen für die Räder ? Das wird für alle mit nassen Füßen und noch nasserem Neo spaßig. Zwischen drinnen lag ein Teppich, auf dem gut gelaufen werden konnte, aber trotzdem würde ich behaupten: Wiese > Sand. Mein Fahrrad habe ich genau wie in Ingolstadt aufgebaut. Radschuhe mit Haushaltsgummies festgemacht, Babypuder in
die Radschuhe, Startnummernband an den Lenker gespannt, Helm auf den Auflieger und Brille in den Helm. WZ1 Check, WZ2 Check, ab zum Teamfoto.

In Lauingen waren viele Athletinnen und Athleten vom Triathlon Augsburg am Start. Auf der Rad und Laufstrecke hat man immer ein bekanntes Gesicht oder einen Einteiler gesehen. Motivation pur. Habe mich sehr gefreut, dass so viele Bekannte mitgemacht und angefeuert haben. Zusammen ging es den Neo anziehen, zum Warmschwimmen und an die Startlinie. Bei 21.9ºC Wassertemperatur durften alle mit Neopren schwimmen. Es hat über Nacht super abgekühlt von den 23ºC Wassertemperatur am Vortag 😉

 

Kurz nach 9, nach seeeehr langgezogenen 5 Sekunden: *Knall Puff Peng* Ab ging die Lucy. Relativ Zentral zu starten, war rein praktisch gesehen, ein etwas längerer Weg zur ersten Boje. Dafür hatte ich nach 50 Metern Platz und konnte meinen Stil schwimmen. Auch sind die schnelleren Schwimmen (gab nur 3. schneller Schwimmer) weiter rechts gestartet. Ich glaube, allein deshalb sind sie auch 2 Minuten schneller gewesen und nicht weil sie tatsächlich schneller schwimmen können.

Schwimmen waren 3 Runden mit je circa 750 Metern im Auwaldsee. Es war warm, manchmal ein paar Seepflanzen an der Oberfläche, weit hat man unter der Wasseroberfläche nicht gesehen. Die erste Runde lief Bombe, 9m40s. Runde zwei habe ich weit nach rechts ausgeholt und damit ein paar Meter mehr gemacht. Zeit der zweiten Runde weiß ich nicht. Da habe ich beim Ausstieg nicht auf die Uhr geschaut. Lieber schnell schnell wieder ins Wasser. Etwas zu schnell, weil der Chip hat sich gelockert und ist am Bein runter gerutscht. Zum Glück ist er dann dort geblieben. Aber in Wechselzone 1 durfte ich den dann nachziehen. Die dritte Runde bin ich etwas lockerer als die ersten beiden geschwommen. Gesamt resultierte das in 31.34 Schwimmen. Laut Garmin eine 1.30/100m, super zufrieden, vor allem, da ich 99,87% der Strecke alleine geschwommen bin.

Dann raus aus dem Wasser, hoch in die Wechselzone. Den Neo hatte ich gerade zur Hüfte runter als ich an mein Rad gekommen bin. Also konnte ich direkt weiter ziehen. Badekappe und Schwimm-Brille gleichzeitig mit den Neobeinen ausgezogen. Dann erstmal hingekniet und den Chip frisch

nachgezogen. Nicht gehastet. Kontrolliert: Ruhig Brauner im Hinterkopf. In Ingolstadt hatte ich nach der Rad-Brille und dem Helm vergessen mein Startnummernband anzuziehen. Fortschritt:
Startnummerband angezogen und danach erst das Fahrrad genommen. Auf gehts raus aus Transition One.

Radfahren. Der 3. Wettkampf mit den neuen Laufräder.
Mir wurde mein platz zugerufen. 4. Nach dem Wechsel, echt verdammt weit vorne für meine Schwimmleistung. Der Rad-Rundkurs führte zuerst nach Lauingen in die Stadt. Dort habe ich dann meine Abstände gesehen. Christian Brader direkt am Fuß von Lauingen gesehen. Die anderen beiden vor mir waren auf der Abfahrt aus Lauingen hinaus. Rum um die Tonne am Marktplatz und wieder den Anstieg aus der Stadt. Runde 1.

Ziemlich früh im Rennen habe ich gemerkt, dass meine Kette in den hohen Gängen am Umwerfer schleift. Jaja, Mist #KetteRechts. Während der Fahrt habe ich versucht den Umwerfer etwas nach rechts zu bekommen. Klappte nicht so optimal. Also: Verschlimmbessert am Tag vorher. Nächstes mal das Setup einmal komplett testen, bevor es im Wettkampf wieder zum Einsatz kommt.
Nichts desto trotz: Nach der Südlichen Wende war mein Rückstand von mehr als einer Minute schon auf 30 Sekunden geschrumpft. Ich wollte die beiden vor mir in der ersten Runde haben. Das wäre eine super Radgruppe geworden, dachte ich. Ich bin dann schnell auf Platz 3 vorgefahren und habe mich hinter dem 2. eingereiht. Tja. Lang konnte ich dort nicht mitfahren. Das war für mich einfach „zu langsam“ (bei 38km/h, Aussage bitte mit eigener Geschwindigkeit relativieren 😀 ). Also vorbei an Nummer 2 und selbst auf Nummer 2. Der Brader hat gescheit gedrückt und direkt in den ersten ein bis drei Runden mehr als 5 Minuten rausgeholt. So ist das. Hinter mir auf dem Rad hat der im Gesamt-Ziel 4. auf dem Rad mehr und mehr aufgeholt. In Runde 4 habe ich mich dazu entschieden etwas Druck vom Rad zu nehmen. Sonst wären meine Oberschenkel bald geplatzt.
An der letzten Wende in der Stadt, bevor es gerade aus in die Wechselzone geht, hat mich der Kollege aus Memmingen eingeholt.

Anekdote aus der Wechselzone: Öffnen Sie Ihren Helm erst, wenn Sie ihn öffnen dürfen. Vielen Dank an die Kampfrichterin am Fahrradständern. Freundlich, direkt als meine Hand zum Helm ging (habe die Regeln zu wenig studiert): „HEEEEELLLMMMMM ZUUUUU LASSSSENNNN !“ (Ein Ausrufezeichen reicht hier). Da hatte ich wirklich Glück. Der Starter auf der Olympischen Distanz nicht. Gelbe Karte, Zeitstrafe hinten drauf auf die Zeit. Sehr Ärgerlich für Ihn, Viel Glück für mich.

Mein Wechsel war etwas langsamer als mein Mitstreiter. Knapp 10 Sekunden hinter ihm bin ich aus der Wechselzone gekommen. Socken waren an, Startnummernband vorne. Gel hinten in die Tasche gesteckt und Stirnbad aufgesetzt. Brille und Haare herrichten. Die Fotos sollen ja gut aussehen.
Über die kleine Brücke (ähnlich wie in Ingolstadt am Schwimmausstieg) auf die Laufrunde. 4 mal die Donau hoch und wieder runter. 4 mal in Lauingen die enge Gasse und die Höhenmeter zur Wende. 3 Bänder abholen und dann geradeaus ins Ziel laufen.

Runde 1, Wende im Wald. Da musste ich, obwohl ich auf dem gesamten Rad maximal 750 ml getrunken hatte, in die Büsche springen. 20 Sekunden langer Boxenstop. Aber danach ging es gleich leichter weiter. Runde 2 lief ich ziemlich alleine. Abstand zu den Plätzen 4 und 5 war konstant. Da wusste ich noch nicht, dass der spätere Platz 2 ganze 7 Minuten schneller laufen kann als ich. Am Ende von Runde 2 oder 3 (war ziemlich paniert zu dem Zeitpunkt) konnte ich zum 2. Platz aufschließen und vorbei gehen; sogar noch ein paar Meter gutmachen. Trotzdem Hut ab für die super Aufholjagd-Radleistung. Hat 2 Minuten auf dem Rad auf mich aufgeholt. Genau so Hut ab für den 2. Platz. Wer nach dem Schwimmen und Radeln gestern noch eine 1h15 auf die 20.8k (laut meiner Garmin) bei dem Wetter laufen kann, hat es sowas von verdient mich in der 4. Runde zu überholen. Chapeau!

Ein super Rennen, super schnell. Vor allem mit meiner Radleistung bin ich unglaublich zufrieden. Dafür, dass ich eine 38-39km/h drücken wollte und am Ende 40.2 ø-km/h auf der Uhr hatte. Traum.

Bilder aus: AZ – Lokalsport – Dillingen

So kann Roth auf jeden Fall kommen. Ich freue mich. Ich bin heiß.
Nächste Woche geht es in Königsbrunn auf die Olympische Distanz an den Start. Da werden viele der sehr guten Starter vom Triathlon Augsburg mich pushen.

#KetteRechts #WerTrainiertHatsNötig

Tom

Mehr Bilder: Hier.

 

 

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