13
Jun

„Swim Bike Fun“ in der Schweiz

 

Mit diesen Worten stimmten die Moderatoren am Rennmorgen die Zuschauer und Athleten auf einen heißen Tag ein. Ob das Laufen wirklich „fun“ werden sollte, darüber war ich mir zu diesen Zeitpunkt noch unsicher. Aber erst mal der Reihe nach…

 

Nachdem ich letztes Jahr als Vorbereitung für die Challenge Roth beim Ironman 70.3 im Kraichgau gestartet bin, fiel dieses Jahr meine Wahl auf den Ironman 70.3 Switzerland in Rapperswil-Jona. Einerseits wollte ich mal was anderes sehen, auf der anderen Seite waren mit Jenny, Dominique, Roger und Stefan auch ein paar bekannte Gesichter am Start. Ich habe mich bereits am Freitag auf den Weg in die Schweiz gemacht und am frühen Nachmittag meine Startunterlagen abgeholt. Danach ging es noch aufs Rad um einen Teil der Radstrecke abzufahren. Bereits beim ersten Anstieg, „Witches Hill“, hatte ich schon etwas Respekt vor der Radstrecke, die mit 1100 Höhenmeter durchaus anspruchsvoll war. Danach ging es in meine Unterkunft, welche etwas außerhalb von Rapperswil ganz idyllisch auf einer kleinen Passhöhe lag. Dies wurde mir aber am Samstagvormittag etwas zum Verhängnis. Als Vorbelastung standen 45min Rad GA1 mit 3x1min GA2 und 15min Laufen mit 3 Steigerungen auf dem Plan. Das einzig flache am Hulftegg-Pass war der Parkplatz. Somit ging es erstmal den Pass runter, Programm abspulen und quasi als Vorbereitung für Sonntag wieder 250 Höhenmeter bergauf, wo das verspätete Frühstück auf mich wartete.

 

Am Samstag nach dem Bike Check-In traf ich mich mit Florens, welcher ganz in der Nähe von Rapperswil wohnt. Er zeigte mir etwas die Stadt und auch den Höhepunkt der Laufstrecke, die Stufen des „Stairway to Heaven“, welche vom Marktplatz hinauf zum Schloss führen. Nun hatte ich auch Respekt vor der Laufstrecke. Danach ging es noch zur Pasta Party und für meine Verhältnisse relativ früh ins Bett.

 

Am Rennmorgen war ich, wie so oft schon vor Wettkämpfen, kurz vor meinen Wecker wach und konnte somit den Sonnenaufgang genießen. Danach machte ich mich auf den Weg nach Rapperswil, um in der Wechselzone nochmal nach den Rechten zu schauen und die letzten Vorbereitungen an meinen Rad zu treffen. Da es für meine AK erst um 8:47 Uhr ins Wasser ging, konnte ich vorher noch in aller Ruhe den Start der Profis sowie der Frauen anschauen. Beim Schwimmen wurden alle fünf Sekunden vier Athleten im Rolling-Start-Modus zu Wasser gelassen. Zuvor konnte man sich innerhalb seiner Altersklasse anhand seiner Schwimmzeit entsprechend einordnen. Ich reihte mich im Block 33-36 Minuten ganz hinten ein. Somit ging es für mich relativ entspannt ins 17,9 °C kühle Wasser. Je weiter es aber Richtung Wendepunkt auf den Obersee hinausging, umso welliger wurde auch das Wasser. Die Wellen machten mir doch etwas zu schaffen wodurch ich nach 38 Minuten und somit etwas später als erhofft aus dem Wasser kam. Dafür lief der erste Wechsel problemlos und es ging auf die anspruchsvolle Radstrecke.

 

Es handelte sich dabei um eine 45km-Runde, welche zweimal zu absolvieren war. Die ersten zehn Kilometer gingen erstmal flach am See dahin, bevor der erste Anstieg „Witches Hill“ auf mich wartete. Nach einer kurzen Abfahrt und einen Flachstück stand „The Beast“ auf dem Programm, gefolgt von einen längeren Anstieg zum höchsten Punkt der Strecke. Danach ging es bis auf eine Ausnahme entweder bergab oder flach wieder Richtung Rapperswil. Da ich mich auf der ersten Runde sehr gut fühlte, konnte ich auf der zweiten Runde an den Anstiegen nochmal zulegen und somit viele Athleten überholen. Viele davon flogen dann aber auf der Abfahrt wieder förmlich an mir vorbei, obwohl ich schon 60 km/h auf den Tacho stehen hatte. Die letzten zehn Kilometer ging es dann wieder mehr oder weniger flach Richtung Wechselzone.

 

Nach 2:48 war die Radstrecke für mich beendet und es ging nach einen weiteren soliden Wechsel auf die Laufstrecke. Meine anvisierte Pace von 4:45 min/km unterschritt ich die ersten Kilometer deutlich und da ich mich sehr gut fühlte, lief ich die erste Runde mit 4:30 min/km. Auf der zweiten Runde nahm ich dann aufgrund der Hitze und der Tatsache, dass ein Großteil der Strecke in der prallen Sonne verlief und ich auch noch einmal die „Stairway to Heaven“ erklimmen musste, etwas heraus und lief größtenteils mit meiner ursprünglich geplanten Pace. Auf der Laufstrecke unterstützte mich auch Florens hervorragend, welcher im etwas verwinkelten Teil der Laufstrecke in der Altstadt immer wieder am Streckenrand stand und mich hervorragend anfeuerte. Wahrscheinlich kam er dabei mehr ins Schwitzen als ich! Am Ende lief ich nach 5:07:36 zufrieden ins Ziel ein.

 

Mein Fazit:

Die Form für Roth scheint zu stimmen! Sowohl auf der Rad-, wie auch auf der Laufstrecke fühlte ich mich wohl und hätte durchaus noch zulegen können. Einzig mit dem Schwimmen war ich nicht zufrieden, aber in Roth sind zum Glück Wellen ziemlich unwahrscheinlich. Zum Ironman 70.3 Switzerland kann ich nur sagen, dass es ein großartiges Rennen war. Schöne Strecken, super Orga und nette Menschen. Gerne wieder … und ja, es war „Fun“!

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